Wissenswertes:

Produktion von und Versorgung mit Fischereierzeugnissen in Deutschland

In der Fischerei geht es um das Fangen oder Züchten von Fischen und anderen Wasserorganismen zur Nahrungsgewinnung und Weiterverarbeitung. Zu unterscheiden sind hier die Seefischerei (Hochseefischerei und Küstenfischerei) und die Binnenfischerei. Die Binnenfischerei unterteilt sich wiederum in die Seen- und Flussfischerei, die Aquakultur sowie die Angelfischerei.

Über 200.000 Tonnen marktfähige Fischereierzeugnisse (Fische, Krebs- und Weichtiere) wurden 2020 von deutschen Fischerinnen und Fischern gefangen bzw. produziert. Der Großteil stammt aus den Anlandungen der Hochsee- und Küstenfischerei. Auf die Binnenfischerei und Aquakultur entfielen knapp 35.000 Tonnen. Der beliebteste Fisch ist in Deutschland der Lachs mit einem Pro-Kopf-Verbrauch in 2020 von 2,8 kg. Danach folgen Thunfisch (2,3 kg pro Kopf) und Pollack (2,2 kg pro Kopf), der auch unter dem Handelsnamen Alaska-Seelachs bekannt ist. Beim Selbstversorgungsgrad mit Fischereierzeugnissen zeigt sich ein rückläufiger Trend. Aktuell müssen mehr als 80 Prozent der hierzulande verbrauchten Fischereierzeugnisse importiert werden.

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