Rind Tier

Ökonomisch gesehen sind Rinder die wichtigsten Nutztiere der deutschen Landwirtschaft. Mehr als ein Drittel aller landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland halten Rinder, um Milch, Fleisch oder beides zu erzeugen. Eine intensive Rinderhaltung hat sich auf Standorten entwickelt, wo Grundfutter gut und günstig erzeugt werden kann.

Daneben kommt die Rinderhaltung gehäuft auch in Regionen vor, die wegen schlechter Böden, Lagen und klimatischer Nachteile einen hohen Grünlandanteil aufweisen.

Die Rindfleischerzeugung ist im Wesentlichen von zwei Haltungsformen geprägt: Zum einen die Mastbullenhaltung, vor allem mit Jungbullen im Alter zwischen ein und zwei Jahren, zum anderen sind es (Alt-)Kühe aus Milchvieh- und Mutterkuhherden, die zu Fleisch verarbeitet werden. Die Erzeugung von Rindfleisch ist eng mit der Milchviehhaltung verknüpft. Kälber und Rinder, die nicht für die Reproduktion der Milchviehherden nötig sind, werden der Rindfleischerzeugung zugeführt.

Wie in der Schweinehaltung hat sich auch in der Milcherzeugung in den letzten 50 Jahren ein Strukturwandel vollzogen. Die Anzahl der Milchkühe ist kontinuierlich zurückgegangen, während der durchschnittliche Kuhbestand pro Betrieb anstieg. Waren es 1970 nur sieben Kühe je Haltung, hält ein Milchviehbetrieb heute durchschnittlich 71 Milchkühe. Die meisten Milchkühe werden in Bayern und Niedersachsen gehalten. Zusammen stellen diese beiden Bundesländer etwa die Hälfte des gesamten deutschen Milchkuhbestands.

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